Welcher Krankenschutz soll es sein?

OP Schutz ab 5 €
pro
Monat

Die Hundekrankenversicherung: Absicherung gegen steigende Tierarztkosten

Während eine Haftpflichtversicherung Schäden an Dritten abdeckt, schützt die Hundekrankenversicherung Sie vor den oft überraschend und leider auch oft hohen Kosten tierärztlicher Behandlungen. Moderne Veterinärmedizin mit aufwendigen Diagnosen wie MRT und CT sowie komplexen Operationen kann schnell mehrere Tausend Euro kosten.

Im Laufe eines Hundelebens kann immer mal wieder eine Behandlung einer Hundekrankheit notwendig werden. Ob Verletzung nach einem Unfall, oder ein Darmverschluß, schnell kann eine Erkrankung des Hundes ausschlaggebend für eine ärztliche Behandlung werden.

Unterschiedliche Modelle in der Hundekrankenversicherung

Die reine Hunde OP Krankenversicherung

Diese deckt ausschließlich chirurgische Eingriffe unter Narkose sowie deren Vor- und Nachbehandlung ab. Sie eignet sich für Halter, die sich primär gegen die kostenintensivsten Szenarien absichern möchten. Die Beiträge beginnen bei etwa 12 Euro monatlich.

Egal ob Beinbruch, Kreuzbandriss, Unfall, Darmverschluß oder gar Tumor – diese oder andere Krankheiten des besten Freundes des Menschen kommen unerwartet und oftmals kann nur eine Operation helfen.

Aber neben den Kosten der Operation, werden auch Kosten der Vor- und Nachsorge des Hundes übernommen. Eingeschlossen sind zudem Medikamente, Verbandsmaterialen oder auch Unterbringungskosten in der Tierklinik. Preiswerte Hunde OP Krankenversicherungen gibt es hierfür bereits ab ca. 5 Euro pro Monat.

Die Hunde Krankenvollversicherung

Die Hundekrankenversicherung geht über den Umfang der Hunde-OP-Versicherung hinaus. Diese umfasst neben Operationen auch ambulante und stationäre Behandlungen, Diagnostik, Medikamente, Vorsorgeleistungen wie Impfungen und teilweise sogar alternative Heilmethoden. Die monatlichen Kosten liegen zwischen 20 und teilweise aber auch über 100 Euro, abhängig von Rasse, Alter und gewähltem Leistungsumfang.

Vorerkrankungen und Gesundheitsprüfung

Ein zentraler Aspekt bei Hundekrankenversicherungen ist der Umgang mit Vorerkrankungen. Alle Versicherer schließen Vorerkrankungen grundsätzlich vom Versicherungsschutz aus. Dies bedeutet:

  • Ihr Hund muss zum Zeitpunkt des Versicherungsabschlusses gesund sein.
  • Chronische Erkrankungen wie Diabetes, Allergien, Epilepsie oder Herzprobleme führen meist zur Ablehnung oder zum Ausschluss der jeweiligen Erkrankung.
  • Auch ohne formale Gesundheitsprüfung können Versicherer im Leistungsfall die vollständige Tierarztakte anfordern. Alle darin dokumentierten Behandlungen können als Vorerkrankung eingestuft und vom Schutz ausgeschlossen werden.

Wichtig: Falschangaben bei Vertragsabschluss führen unweigerlich zum Verlust des Versicherungsschutzes und können zur Verweigerung von Leistungen sowie zur Vertragskündigung führen.

Einige Anbieter wie Helvetia, Allianz und Uelzener versichern unter bestimmten Bedingungen auch Hunde mit Vorerkrankungen, allerdings werden die betroffenen Erkrankungen dann explizit vom Versicherungsschutz ausgenommen.

Lohnt sich eine Hundekrankenversicherung

Die Antwort hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Finanzielle Rücklagen:
    Wenn Sie jederzeit mehrere Tausend Euro für unvorhergesehene Tierarztkosten aufbringen können, benötigen Sie theoretisch keine Versicherung.

  • Risikobereitschaft:
    Studien zeigen, dass das Risiko für sehr teure Behandlungen statistisch eher gering ist. Dennoch können einzelne Notfälle wie Magendrehungen (bis 3.000 Euro) oder Kreuzbandrisse existenzbedrohend sein.

  • Alter bei Vertragsabschluss:
    Je früher Sie Ihren gesunden Hund versichern, desto niedriger sind die Beiträge und desto geringer das Risiko, dass Erkrankungen später als Vorerkrankungen ausgeschlossen werden.

  • Rassedisposition:
    Hunde mit bekannten rassetypischen Erkrankungen profitieren besonders von einer frühzeitigen Versicherung.

Die OP-Versicherung kann für viele Halter, nach unseren Erfahrungen, ein guter Kompromiss sein: Sie kostet deutlich weniger als die Krankenvollversicherung und sichert die teuersten Szenarien und damit einstehende finanzielle Risiken ab.

Versicherungsschutz für rassetypische Erkrankungen

Grundsätzlich versichern die meisten modernen Hundekrankenversicherungen rassetypische und erblich bedingte Erkrankungen – allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. Die drei folgenden Punkte sind dabei besonders wichtig:

  1. Die Erkrankung darf erst nach Versicherungsbeginn auftreten – nicht bereits vorher diagnostiziert oder behandelt worden sein.
  2. Die jeweilige Wartezeit muss abgelaufen sein – und in diesem Zeitraum dürfen Sie keine ersten Symptome beobachtet haben.
  3. Spezifische Ausschlüsse für bestimmte Rassen oder Erkrankungen können gelten.

Die kritische Phase liegt oft zwischen dem 12. und 18. Lebensmonat, wenn viele rassetypische Erkrankungen wie HD, ED oder Patellaluxation erstmals symptomatisch werden. Gleichzeitig haben mehrere Versicherer für genau diese Erkrankungen verlängerte Wartezeiten von 12 bis 18 Monaten festgelegt. Zeigt der Hund innerhalb dieser Wartezeit erste Symptome, können Behandlungen dauerhaft ausgeschlossen oder der Vertrag sogar gekündigt werden.

Problematische Ausschlüsse: Einige Versicherer schließen bestimmte rassetypische Leiden grundsätzlich aus. Besonders bei der Brachycephalie (Kurzköpfigkeit) gibt es bei vielen Anbietern komplette Leistungsausschlüsse für Operationen wie das Kürzen des Gaumensegels oder das Weiten der Nasenlöcher. Da diese Eingriffe für Möpse, Bulldoggen und ähnliche Rassen oft lebensnotwendig sind, sollten Sie die Versicherungsbedingungen besonders sorgfältig prüfen.

Wichtig: Falschangaben bei Vertragsabschluss führen unweigerlich zum Verlust des Versicherungsschutzes und können zur Verweigerung von Leistungen sowie zur Vertragskündigung führen.

Einige Anbieter wie Helvetia, Allianz und Uelzener versichern unter bestimmten Bedingungen auch Hunde mit Vorerkrankungen, allerdings werden die betroffenen Erkrankungen dann explizit vom Versicherungsschutz ausgenommen.

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